Elektronische Geräte

Diese Methode kann man eigentlich, obwohl mit technischer Hilfe, zu den natürlichen Methoden rechnen, denn es findet kein Eingriff in den Körper statt, weder mechanisch, noch chemisch.

Das Gerät erinnert an einen Gameboy. Klein und handlich. Doch Spiele hat es nicht gespeichert. Frauen können damit ihre fruchtbaren Tage feststellen, wenn sie verhüten oder - im Gegenteil -schwanger werden wollen.

"Persona" heißt der neue Baby-Computer, den die englische Firma Unipath jetzt auch bei uns auf den Markt gebracht hat. Im Gegensatz zu den meisten herkömmlichen Geräten, die sich überwiegend auf Temperaturwerte stützen, arbeitet er nach einem ganz neuen Prinzip:

Datum des ersten Zyklus-Tages eingeben, dann weiß das Computer-Programm, ab wann rein rechnerisch die fruchtbare Phase beginnt. An diesen Tagen zeigt das Gerät ein Symbol. Es sagt: Heute bitte einen Urintest machen. Teststreifen werden in der Packung gleich mitgeliefert. Dieser Schnell-Test bestimmt die Werte von zwei Hormonen, die kurz vor dem Eisprung in besonders hohen Konzentrationen ausgeschieden werden.

Im ersten Zyklus muß der Test an 16 Tagen gemacht werden, danach nur noch an acht. "Persona" kann Zyklen zwischen 23 und 35 Tagen Länge auswerten.

Der Computer ist also für die meisten Frauen geeignet. Er kostet 150 Mark, hinzu kommen rund 25 Mark für jede Achterpackung Teststreifen.

Vorsicht: Für Frauen, die Hormonpräparate nehmen oder allmählich in die Wechseljahre kommen, ist der Verhütungs-Computer nicht geeignet. Auch bestimmte Antibiotika, die den Hormonhaushalt beeinflussen, können die Meßwerte vorübergehend verfälschen (z.B. Tetrazykline).

Verhütungs-Computer. Jeden Monat wird's genauer!

Andere Firmen haben in den letzten Jahren ebenfalls Baby-Computer auf den deutschen Markt gebracht und ständig weiterentwickelt. Manche lassen sich aufrüsten wie ein PC. Zum Beispiel der "Ladycomp", zur Zeit in der dritten verbesserten Version erhältlich. Er arbeitet nach dem Prinzip der natürlichen Familienplanung, also mit Temperaturwerten. Der Unterschied zum herkömmlichen Messen und Kurvenschreiben: Es geht schneller, ist einfacher und zuverlässiger. An den Computer ist ein Thermometer direkt angeschlossen, so kann die gemessene Temperatur sofort gespeichert und ausgewertet werden. Wenn das Thermometer während der 30 Sekunden Meßzeit verrutscht, ertönt ein Warnsignal. Nach Möglichkeit soll immer zur selben Tageszeit gemessen werden. Deshalb hat der Computer eine Weckautomatik mit Abstell-Knopf.

Je mehr Zyklen der Computer gespeichert hat, desto klüger wird er. Und der "LadyComp" läßt sich mit einem Zusatz-Programm zum "BabyComp" aufrüsten - und ist dann für die Planung einer Schwangerschaft geeignet. Er nennt den günstigsten Termin für die Zeugung des Wunschkindes und errechnet auch den voraussichtlichen Geburtstermin. Das alles hat natürlich seinen Preis: "LadyComp" 500,-- Euro, Aufrüstung ca. 400,-- Euro, "BabyComp" ca. 750,-- Euro. Keine Folgekosten, Netz- und Batteriebetrieb möglich.

Laut Hersteller liegt die Zuverlässigkeit dieser Geräte bei ca 94%.


Persona

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Keine Verhütungmethode kann 100%igen Schutz vor Schwangerschaft, Infektionskrankheiten oder Aids bieten.
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